Belletristik

Rezension: EUPHORIA von Lilly King

posted by TheStrangebeauty.net 13. August 2017 1 Comment

EuphoriaEuphoria by Lily King
My rating: 3 of 5 stars

2 Wochen hab ich nun an diesem Buch gelesen.
Der Klappentext klang vielversprechend:

Bis an die Grenzen – in der Wissenschaft und in der Liebe

Neuguinea, Anfang der dreißiger Jahre: Die amerikanische Ethnologin Nell Stone, bereits in ihrer Jugend berühmt, ist körperlich am Ende, als sie mit ihrem Mann Fen nach langer Feldforschung zu einer Kolonialstation zurückkehrt. Dort begegnen sie Andrew Bankson aus England, auch er Ethnologe, der ihnen eine Zusammenarbeit vorschlägt. Erschöpft von vergeblichen Versuchen, die Stämme am Sepik-Fluss zu erforschen, gelangt das Trio zu den Tam, einem von Frauen dominierten Stamm. Schon bald entwickelt sich zwischen Nell und Andrew mehr als nur eine enge Arbeitsbeziehung. Und je tiefer die Wissenschaftler die ungewöhnlichen Rituale der Tam erforschen, desto deutlicher treten individuelle Wünsche und Interessen hervor. Die Spannungen, denen sie bald ausgesetzt sind, enden dramatisch …

Joa…es ist wissenschaftlich, es ist eine Ménage-à-trois – und irgendwie sehr bemüht Wissenschaft mit Erotik zu mischen.

Man wird direkt ins Buch hineingeworfen:
Eingeborene stehen herum und schlagen ihre Trommeln, andere fahren mit einem Boot.
Weiße sind mit einem Motorboot unterwegs, die Frauen geraten über einen Mann ins schwärmen.
Keiner dieser Menschen taucht wieder im Buch auf. Es entsteht kein richtiger Zusammenhänge, es sind hingestreute Einzelheiten, die die kranke Protagonistin auch nicht zu verbinden weiß. Weder ihr harscher Mann noch ihr Liebhaber sind irgendwie angenehme Zeitgenossen.

Da war ich schon kurz davor, dem Buch den Todesstoß zu geben. Dabei beruht das Buch auf teilweise wahren Begebenheiten. Die Geschichte spielt um 1933 und Kings Hauptprotagonistin Nell Stone lehnt sich an die real existierenden Personen Margaret Mead, Fortune und Bateson an. Mead war eine amerikanische Anthropologin aus den 30er Jahren, die die Salomonen und Neuguinea erforschte und mit ihrem Forschergeist ihrer Zeit weit vor war.

Die Rezenzsenten der anderen Portale sind wie ich der Meinung – es ist kein Buch für jedermann. Entweder man mag es, oder nicht. Ich falle in die zweite Kategorie. Deswegen hat das Lesen auch so lange gedauert.

Würde ich von der Autorin wieder etwas lesen? Eher nicht. Ich bin offensichtlich die falsche Zielgruppe.

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1 Comment

Sabienes 19. August 2017 at 17:03

Um dieses Buch bin ich schon mal herumgeschlichen, schon allein wegen dem schönen Cover.
Ich wüsste nun nach deiner Beschreibung nicht, zu welcher Kategorie ich gehören würde …. Ich werde mal vorsichtig sein und es eher nicht kaufen.
LG
Sabienes

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