FellflusenStreichelbar

Demenz ist ein Arschloch – das gilt auch für Katzen

posted by TheStrangebeauty.net 28. Juli 2017 0 comments

Es geht nix über eine demenzkranke Katze.

Die Nacht wird zum Tag, 30x futtern am Tag ist normal. Die Nachbarn wissen nun auch, dass Cindy hier wohnt, denn Cindymietz ist zum lautstarken Schreihals geworden. Man hört sie bei offenem Fenster eine Strasse weiter und die  Leute sind erstaunt, wie laut eine Katzenstimme sein kann.

Sie schreit nicht, weil sie Schmerzen hat. Sie weiss einfach oft nicht, wo sie ist. Streicheln beruhigt sie. Ebenso der Kontakt zum Rest der Fellbande. Innere Unruhe ist ein weiteres Zeichen.

An manchen Tagen ist alles ganz normal. An anderen muss die Katzenmama Termine verschieben, damit das Katzenkind nicht im Alter – Madame wird 17 – den Halt verliert. Das sollte man aber auch tun.

Denn Demenz bei Katz und Hund verläuft nicht viel anders als beim Menschen. Man muss als gesunder Mensch nicht in Panik verfallen. Es ist alles händelbar mit etwas Planung und Geduld.

Die heutige Nacht war für die Tonne. Alle Stunde wurde geschrien und gepfotelt, Schmuseeinheiten lautstark erbettelt.

Nun schläft sie neben ihrer Tochter Biene tief und fest, während ich mich wie ein Schluck Wasser in der Kurve bewege und den morgendlichen Hundegassi dem netten Nachbarn übertragen haben. Mein Kreislauf zickt etwas rum. Aber das kann man mit Kaffee und Ruhe beheben.

Die Demenz wird bleiben. Vielleicht wird sie auch noch schlimmer. Und vielleicht ereilt Cindys Tochter Bienchen das gleiche Schicksal, zumal Biene nun auch 16 wird.

Aber dann hätten wir ja schon Übung darin…

 

 

 

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