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Susi goes Vegan Teil vier – Ohne Schmerzen lebt es sich besser

posted by TheStrangebeauty.net 4. Mai 2017 1 Comment

Mitte November hatte ich das letzte Mal über den Versuch, vegan werden, gepostet.
Mittlerweile liegt ein extrem schmerzhaftes Weihnachtsfest – ich hatte einen Entenschlegel – sowie ein Silvester mit dicken Knien – da gab es Fondue bei der Einladung zu essen.

Danach hatte ich die Schnauze voll. Es war offensichtlich, dass der Genuss von Fleisch sich äußerst schmerzhaft auf meine Knie auswirkte. Wieder war ich bei 8 Ibuprofen/Tag gelandet. Wollte ich das wirklich?
Mein Fleischgenuss hielt sich wirklich in Grenzen mit einmal pro Monat aber das? Nein, das braucht kein Mensch. Ergo musste eine Strategie her.

Im TV lief zu dieser Zeit eine Doku über einen Mann, der durch Athrose und Gicht kaum noch laufen konnte. Fahrrad fahren fiel ebenfalls flach und die persönlichen Einschränkungen waren riesig. Das kam mir bekannt vor. So erging es mir. Bewegungseinschränkungen, täglicher Pillenkonsum, Schmerzen ohne Ende – das war kein Leben. Hilfe fand er in der basischen Ernährung.

Ich surfte mich bei youtube durch diverse Dokus über basische Ernährung. Stellte fest, dass diese zu 95% vegan ist. Ich schaute mir Vegandokus an um mir klar zumachen, was mich da krank machte. Ich machte einen Bluttest beim Doc und meine Entzündungswerte waren jenseits von Gut und Böse. Dazu eine üble Leberentzündung, eine Vorstufe zu Gallensteinen (Galle liegt in der Familie) und diverse andere Wehwechen. Sollte ich vielleicht über ein frühes Ableben nachdenken und schon mal einen Termin beim Bestatter machen? Oder lieber den Ar*** erheben und die Dinge anpacken? Ich entschied mich für letzteres.

Im TV lief zu dieser Zeit die Doku „Die Ernährungsdocs“. Und wieder wurde mir klar, dass Nahrung krank machen kann. Warum also die krankmachenden Dinge nicht komplett streichen? Neben dem Protein in Fleisch nahm ich ja noch Milchprodukte zu mir. Milch im Kaffee, Käsebrot, mein geliebter Joghurt – all das sollte nicht mehr erlaubt sein? Oh Gott – ich werde verhungern und darben bis ans Lebensende.

Milchalternativen waren schnell gefunden. Sojamilch, Hafermilch, Mandelmilch mit Kokos – irre lecker. Allein der Käse – der machte es schwer zu verzichten. Ich stieß dann auf SimplyV. Schmeckt wie hochindustriell hergestellter Käse, man kann damit überbacken und auch der Frischkäse ist mit Gemüse oder Obst darauf essbar. Prima, genau das hab ich gesucht.
Allerdings ist er preislich recht heftig. Ergo habe ich meine Frühstücksgewohnheiten – es gab immer Käsebrot mit Gemüse und Obst –  umgestellt. Ich backe mir Kuchen oder Muffins mit wenig Zucker – den vertrage ich nämlich auch nicht – nutze die Fruchtsüße oder natürliche Süße von Agavensirup oder den Früchten. 2h später eine Banane. Passt.

Gleichzeitig kaufte ich mir diverse Kochbücher mit veganen Rezepten, forcierte meinen Instagramkanal.
Es gibt keine bessere Motivation, als andere mit ins Boot zu holen. Komischerweise fahren die Amis auf meine Gerichte ab. Und nein, ich habe keine Follower gekauft. Mir sind ehrliche Zahlen lieber – auch wenn sie hie und da krass schwanken.

Ich bin im 5ten Monat der basisch-veganen Ernährung und muss sagen – es geht mir besser den je. Die neue Blutuntersuchung zeigte keine erhöhten Entzündungswerte mehr. Leber und Galle sind auch wieder ok. Einzig eine geringer Eisenwert ist noch zu finden. Aber auch das ist mit Ernährung hinzubekommen.

Natürlich piekt es hie und da noch. Da wird auch nie ganz verschwinden, denn jahrelanger Raubbau, 3 mißglückte OPs am Fuß und die daraus resultierende Athrose sind nun mal „Rückstände“ meine Lotterlebens.
Aber – es heisst ja nicht, dass sich das nicht noch besser kann.

Fakt ist, ich kann laufen – besser denn je. Und ich sehe von Monat zu Monat wie es besser wird. Ich bin 5kg leichter – auch nicht zu verachten. Ich werde zwar keinen Marathon rennen können. Aber 2h Hundegassi ohne bei jedem Schritt in Schmerzschreie auszubrechen ist doch schon mal was.
Meine beste Freundin habe ich allerdings verloren. Sie fand meine Nahrungsumstellung „kindisch“ und schoss sich somit selbst ins Aus. 

Meine Rezepte habe ich gesammelt und überlege einen basisch-veganen Kochblog zu eröffnen, mein Wissen und meine Erfahrungen weiter zu geben. Mal sehen, ob und wann ich das alles angehe.

Fakt ist – ich habe in den letzten Monaten eine Menge über Nahrungsmittel, deren Herstellung und Darreichung gelernt. Gleichzeitig bin ich immer noch der Ansicht, dass jeder selbst entscheiden soll, ob und was er ißt. Veränderungen sind gut. Allerdings muss jeder selbst entscheiden, ob und wie er das tut. Von daher wird es von mir auch keine „Bekehrungen“ geben.

Bleibt mir gewogen. Ich werde weiter berichten.

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1 Comment

Roveena 4. Mai 2017 at 16:49

Top geschrieben 🙂 ich finde es klasse, dass du für dich den Weg gefunden hast. Ich bin ja teils noch zu „bequem“ auf alle für mich schädlichen Dinge zu verzichten. Aber das wovon du schreibst, kann ich nachvollziehen. Die Ernährungsdocs habe ich auch gesehen. Finde es sehr interessant was man mit Ernährung alles so steuern kann.
liebe Grüße Sandra
PS: ich wäre auf einen vegan + basischen Blog gespannt 🙂

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