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Susi goes Vegan Teil 3 – oder „Mist – so geht das nicht!“

posted by TheStrangebeauty.net 3. November 2016 2 Comments
neuewege

Es ist nie falsch, neue Wege zu gehen. Man muss sich halt nur drauf einlassen wollen.

Hat bei mir auch wunderbar geklappt. Aber – Ersatzprodukte voll mit irgendwelchem dubiosen Kram, waren und sind nicht mein Ding gewesen – noch nie. Auch nicht als Omnivor. Ich mag es frisch und knackig. Natürlich kann man mal auf Fertigprodukte zugreifen. Und es gibt wirklich einige gute fleischfreie Produkte. 

Aber wenn ich in Veganerforen lese (Ja, auch das habe ich mir gegeben.) – dass diese Produkte unbedenklicher als Wurst vom Metzger sein sollen, dann muss ich mich echt fragen, ob die Leute in Chemie aufgepasst haben.
Natürliche Nahrung ist für mich immer das Beste. Und wo werde ich das auch weiter handhaben.

Was mich noch gestört hat, war die teilweise dubiose Weltrettungsgeschichtenansicht. So nach dem Motto: „Wir werden jetzt alle vegan und dann lösen sich Kriegsprobleme und der Hunger in der Welt von selbst.“

Nö, sorry. So einfach ist das nicht. Da gehört mehr dazu, als sich von Fleisch und Wurst abzuwenden. Viel mehr.
Aber damit bin ich auch in Foren auf taube Ohren gestoßen. Wobei mir wirklich negativ aufgefallen ist, dass viele Teenager eine wirklich Mitmenschen hassende und zerstörende Meinung zu Fleischessern haben. Wo ich am liebsten sagen würde: „Werde erst mal trocken hinter den Ohren, bevor Du über  die Weltrettung nachdenkst!“

Dann gibt es noch die gebildeten Menschen, die Studierten. Diese glauben, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Die jede noch so kleine Argumentation oder Frage versuchen im Keim zu ersticken. Denn Fakten – auch vegane – können unbequem sein. Und da spricht man einfach nicht drüber. Punkt.

Nun denn liebe Veganer. Ich bin geneigt, Euch weiter als zeitliche Erscheinung zu feiern. Sowas legt sich in der Tat irgendwann von selbst.

Aber – ich habe gelernt, dass es auch Veganer gibt, die weltoffen sind. Es gibt vegane Rezepte, die wirklich toll sind. Ich habe viel probiert und getestet. Gelernt und verworfen. Ich mag viele vegane Dinge wirklich. Und es ist ja eigentlich nur anders und bewusster essen. Mehr ist es nicht.
Nur muss man sich dessen klar sein. Ich möchte nicht die Welt retten – kann ich auch gar nicht. Aber ich werde viel veganes in den normalen Alltag übernehmen. Nur ein kompletter Veganer wird aus oben genannten Gründen nicht.

Ich bleibe Vegetarierin mit veganem Einschlag. Das genügt mir für den Moment vollkommen in meiner kleinen Welt. Damit kann ich leben, muss auch niemanden belehren. Ich kann bei Fragen sachlich argumentieren OHNE ein schlechtes Gewissen zu haben oder den Zeigefinger zu erheben. Muss ich auch nicht. Denn jeder ist seines Glückes Schmied – auch beim Essen!

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2 Comments

Bine 12. November 2016 at 14:31

Genau meine Einstellung. Ich bleibe auch bei der Milch im Kaffee – trotz Ethik – denn ich bin der Meinung würden alle nur diesen Schluck Milch verwenden, gäbe es keinen Milchsee und die Kälbchen würden auch von Muttermilch satt. Sag das mal einem Veganer ;-).
Was bei mir geblieben ist, ist der Hang zum viel mehr selbst kochen. Ich kaufe kein fertiges Brot mehr, nicht wegen der Butter mit der vielleicht das Blech eingeschmiert wurde, sondern weil selber backen viel besser schmeckt. Mein neues Luxusobjekt knetet ein Kilo Teig in der gleichen Zeit wie der Weg zum Bäcker dauern würde, prima :-).
Mein Credo ist immer wieder dieses bewusst – esst bewusst Fleisch, dann kauft Ihr sicher keines für 1,99 Euro. Esst bewusst Ersatzprodukte, dann fallen viele Chemiebomben von alleine raus. Esst bewusst wenig Käse, den aber mit Genuss.

Apfelbutter müsste doch auch im Preppi gehen, oder? Wie lange muss die köcheln?

Grüßlis Bine

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Roveena 3. November 2016 at 18:43

Top Ansicht 🙂 Ja, ich hatte auch das Gefühl, dass die jüngere Riege eher „militant“ ausfällt.
Die Ersatzprodukte sind auch nicht mein Ding. Dabei geht es doch lecker ohne 🙂 wir haben so viele Lebensmittel und wenn man die frisch zubereitet, kommt man wunderbar ohne den Fleischersatz aus.

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