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Susi goes vegan – Teil zwei – Humor ist, wenn man trotzdem ißt

posted by TheStrangebeauty.net 16. August 2016 2 Comments
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Da isses wieder, das böse Wort!
VEGAN! Igittigitt.

Ja, ich muss Euch recht geben. Manches ist wirklich igitt. Dieser Sojatrockenkram, egal ob als Schnitzel oder als Hackfleisch… uaaah… gruselig. Gewürzte Pappe, wenn es einem denn gelingt, Geschmack dran zu bekommen. Ach nööö, brauche ich nicht.
Sojakram, egal ob Joghurt oder Quark ist eh eklig. Da ist doch soviel Chemie drin, da kriegt ihr bestimmt auch noch Geschmack rein, oder?
Oder Tempeh! Wer mag vergorene, verschimmelte Bohnen in Wurstform? Ich definitiv nicht!

Oh, jetzt werde ich böse. 
Also vegan per se ist nicht schlecht. Vieles ist ja schon von Haus aus vegan in der Zusammenstellung. Und man braucht nicht überall Fleisch und Wurst dabei. Und das sage ich, die ich noch vor 2 Monaten Wurst und Fleisch hochkant gegessen habe.

Tja und nun? Der Wandel kam Knall auf Fall. Fleischprodukte haben mich angewidert, nicht mehr geschmeckt. Alternativprodukte sind ok, wenn ich sie denn brauche. 
Auf was ich nicht verzichten kann – oder auch will – sind Milch, Käse in jeglicher Art und Weise, Joghurt. Auch da gibt es für mich keinen adäquaten pflanzlichen Ersatz, was mir zusagt. Letzter Versuch war Käse aus Cashewkernen. Spart Euch das Geld, Leute. Schmeckt scheisse. Iss so!

Ersatzproddukte, die ich akzeptabel finde, sind:

  • Räuchertofu
  • eingelegter Tofu (selbst mariniert)
  • Seitan – kann man essen und ist von der Konsistenz wie ein Pilz
  • Brotaufstriche – wobei die teuren eindeutig die besseren sind 
  • Wurstersatz – von Rügenwalder und von Herta, Hausmarke rewe geht auch noch. Alles aus dem bekannten Discounter mit A*** oder aus dem Bioladen fand ich vom Geschmack extrem grenzwertig. Dafür hat mich das Käseschnitzel aus dem A*** von den Socken gehauen. Finde ich lecker und kaufe ich regelmäßig
  • Hafermilch aus dem A*** – auch mit Mandelgeschmack – wenn der Kaffee nicht mehr so heisst ist. Ansonsten hat man eine Flockensuppe in der Tasse. Auch nicht jedermanns Sache.
  • ENDE, weil….

Mir geht es bei meiner Nahrungsumstellung nicht um den Austausch von Produkten – wenn das geht, ist es ok, und wenn diese keinen Chemiecocktail enthalten auch. ABER – und da kommen wir zur Krux der Geschichte – die meisten dieser Dinge sind ein wandelndes Chemielabor. Eigentlich undenkbar in Zeiten von Allergien und Unverträglichkeiten.

Mein wichtigester „Lernpunkt“ war: Ich kann vieles ersetzen, muss es aber nicht.
Statt dessen konzentriere ich mich darauf, frisch und gesund zu essen. Möglichst mit regionalen Produkten, erfinde mich in der Küche auch mal neu und gehe ganz weit weg von dem, was ich als kochen ge- und erlernt habe.

Denn vegan bedeutet auch anders zu essen. Die Prioritäten verschieben sich in Frischkost – denn nur so, kann man alle Nährstoffe, bis auf Vitamin B, zu sich nehmen.
Da ich aber weiterhin Milchprodukte und auch Eier zu mir nehme, und hie und da auch mal ein Stück Fisch über den Teller hüpft (nennt sich dann Pescetarier), bleibt mir diese Versorgungslücke verborgen. 

Kleiner Tip am Rande: Fischersatzprodukte wollt Ihr nicht probieren. Glaubt mir das einfach.
Algennudeln könnt ihr gerne testen, interessanter Geschmack und durchaus auch mal auf dem Teller denkbar. Aber alles, was irgendwie einen Fisch, eine Garnele oder Thunfisch vorgaukelt – lasst die Finger davon!

 

Wie Ihr auf dem Beitragsbild sehen könnt, habe ich mir auch diverse Bücher gekauft, gelesen, aussortiert, verworfen und ausprobiert.
Die Bücher von Attila Hildmann sind genial. Man muss aber nicht alles mit Superfood etc. ersetzen. Es gibt genug normale Lebensmittel, die man in die pflanzliche Ernährung mit einbauen kann. Kein Mensch braucht Mandelmuß, Acaipulver oder Gojibeeren.
Erdnussbutter oder Nußmuß selbstgemacht sowie Hagebuttenpulver (billig beim Hundeversand, wer dort bestellt) tun es genauso.

Witzig ist der Spiralschneider, der hier eingezogen ist. Das Ding macht tolle Gemüsenudeln. Und es ist nur von Hildmann, weil das grau in meine Küche passt. Und scharf – 3 meiner Finger können davon ein Lied singen.

Was ebenfalls zu empfehlen ist, ist die „Vegan aber günstig“ Broschüre. Die zeigt Alternativen auf, die ich persönlich genial finde. Denn biovegan geht an den Geldbeutel. Für Rentner oder Geringverdiener also gar nicht umsetzbar. Das Büchlein zeigt Alternativen. Und es muss nicht bio sein. Es gibt von „Green Seven von Pro7“ eine Reportage, die nennt sich „Alles bio, alles gut“. Öffnet Augen ohne Ende – und ist momentan bei maxdome auch unter den Dokus zu finden.

Mein persönliches Highlight ist aber „Das vegane Kochbuch meiner Oma“.
Hier werden einfach mal die alten Rezepte von früher ausgegraben und in Erinnerung gerufen. Was mich einzig an dem Buch störte, ist der Begriff „Pflanzenbutter“
Quatsch – Margarine, bleibt Margarine. Auch bei meiner Mutter oder Oma. Nur, wir haben schon immer lieber gerne Butter gegessen. Und nachdem ich mich auch damit befasst habe, was so in einer Margarine drin sein darf, wenn sie hergestellt wird, ist auch hier klar: Butter aufs Brot! Sonst nüscht!

Tja, mal sehen, wie es weiter geht. 

Ich bleibe also TEILZEITVEGANER! Damit kann ich gut und gerne leben. Denn wenn jeder nur ein bisserl was für Körper, Geist und Umwelt tut, ist doch schon einiges erreicht 🙂

 

Kleiner Nachtrag noch am Rande:

Seitdem ich auf Fleisch und Wurst verzichte, sind 5kg weg. Verschwunden. Einfach so. Mehr Bewegung gab es nicht, da ich gesundheitlich noch eingeschränkt bin.

Ergo muss an dem Satz: „Fleisch macht dick“ was dran sein. Fett macht übrigens nicht dick – auch wenn das viele immer noch glauben.

Nachtrag Ende

 

 

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2 Comments

Roveena 16. August 2016 at 15:56

Ich kann dir bei vielen Dingen zustimmen 🙂 vor allem beim Tempeh. ^^ Milch bleibt bei mir auch Milch, gewisse Milchprodukte werden einfach nicht optimal ersetzt. Schließlich mag ich nun mal den Geschmack eines Milchproduktes.
Danke für den herrliche offenen Beitrag und die Buchtipps
liebe Grüße
Sandra

Reply
Jenni KuneCoco 16. August 2016 at 7:33

„Oder Tempeh! Wer mag vergorene, verschimmelte Bohnen in Wurstform?“ Ich mag Tempeh sehr gern! Man muss es ja auch nicht in Wurstform zubereiten. Käse ist auch „vergorene, verschimmelte Milch“, wenn du es so betrachtest. Trotzdem lecker! Sojajoghurt schmeckt mir auch viel viel besser als Kuhmilchjoghurt. Und wenn man den richtigen kauft, sind auch keine bösen Zusatzstoffe drin. Da ich großer Fan von Nüssen und Hülsenfrüchten bin (schon als Kind) hatte ich mit Vitamin B noch nie ein Problem. Auch am sagenumwobenen Vitamin B12, das ja vor allem in Innereien vorkommt, hatte ich nie einen Mangel (lasse mein Blut regelmäßig testen).

Räuchertofu mag ich z.B. gar nicht. Schmeckt mir zu „echt“ nach Schinken, das mag ich nicht essen. Beim Thema Pflanzenmilch sind meine Favoriten Mandelmilch und Kokosmilch – so lecker!

Aber gut, ich bin ja auch kein Veganer. Und ich geb dir Recht: DWenn jeder nur ein bisschen was für Körper, Geist und Umwelt tut, ist schon einiges erreicht!

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