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Susi goes vegan – oder „Nicht auch noch Du..:“

posted by TheStrangebeauty.net 2. Mai 2016 1 Comment
vegan3er

Genau das habe ich in den letzten Tagen gehört.

„Du wirst zum Weltverbesserer? Nicht auch noch Du…“ – Ich, nie im Leben. Das können andere besser.
„Dann kannst Du ja nix mehr essen.“ – Doch, aber anders.
„Kaufst Du dann alle Schuhe neu?“ – Nö, denn das wäre für mich Ressourcenverschwendung.
„Bekehrst Du uns dann alle?“ – Warum sollte ich? Ist doch Euer Bier, was ihr macht.

Und genau da liegt die Krux bei der veganen Geschichte.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich Menschen vegan ernähren und es nicht an die große Glocke hängen. Sie tun es einfach und gut ist.

Es gibt aber auch die angesprochenen Weltverbesserer und „Gutmenschen“ – da isses wieder, das böse Wort – die mit erhobenem Zeigefinger vor einem stehen und für die Veganismus eine Art Religion ist. Sie dürfen das von mir aus gerne glauben – aber sie sollen andere so leben lassen, wie sie es wollen. Hab ich schon gesagt, dass solche Leute für mich ein rotes Tuch sind?

Für mich geht es eigentlich nur darum, mich noch gesünder ernähren. Ich möchte neue Dinge und Geschmacksrichtungen ausprobieren, weg von der Norm. 
Und ich werde Teilzeitveganer. Ich mag nicht alles ersetzen, zumal ich gerne Eier und auch Milch und Käseprodukte esse.

Aber – und das ist mir beim kochen aufgefallen – es gibt Gerichte, die sind schon von Haus aus vegan – und zwar ohne, dass es drauf steht.

Bratkartoffeln zum Bsp. mit Zwiebeln in Pflanzenöl gebraten – vegan.
Möhren-Ingwer-Suppe mit Kokosmilch – vegan.
Gefüllte Süßkartoffeln mit Mais-Erbsen-Gemüsefüllung- vegan.
Salat – vegan
Tomatensalsa – vegan
Artischockenbrotaufstrich – vegan
….to be continued.

Es geht mir bei meiner Ernährung definitiv NICHT darum, das Rad neu zu erfinden. Das haben andere schon getan. Ich will auch niemanden belehren – steht mir nicht zu.
Ich werde auch nicht meine gesamte Kleidung wegwerfen und mich mit Polytierchen und Microfasermotten einlassen. Meine Klamotten sind ok und gut ist.

Ich will einfach neue Wege gehen, neue Dinge ausprobieren, anders essen lernen. Zumal meine Lust auf Fleisch in den letzen Monaten extrem nachgelassen hat. Fisch geht immer noch. Deswegen wäre ich auch als Komplettveganer nicht geeignet. Und auf Käse, Milch oder Eier verzichten – neee, sorry, geht nicht – zumindest nicht momentan.

Aber auch kleine Schritte zählen doch, oder?
Im Rahmen dessen habe ich mir schon 3 Bücher gekauft. 2 weiter sind bestellt und trudeln die Tage ein.

„Vegan for Starters“ habe ich trotz meiner Abneigung zu Attila Hildmann gekauft. Aber… das Buch ist gut strukturiert und die Rezepte sind leicht nachzukochen. Keine exotischen Zutaten, kein Schnickschnack. Für 9 Euronen durchaus akzeptabel.

„La Veganista – Lust auf kochen“ hat mich neugierig gemacht, da ich Nicole Just in einer Doku von Spiegel TV Wissen gesehen habe, und sie mir auf Anhieb sympathisch war. Als Metzgerstochter einen Sprung zur Veganerin zu machen hat was. Sie ist nicht dogmatisch sondern symphatisch. Sie möchte Menschen neue Dinge beibringen. Da ist sie doch bei mir an der richtigen Stelle 🙂 Und sie weißt auf Alternativen in ihrem Buch hin. 

„Einfach vegan“ von Roland Rauter ist offensichtlich ein Kultbuch in der Veganerszene. Nunja, es ginge auch ohne das Buch und den Hype, der sich darum dreht. Die Rezepte sind teilweise starr und phragmatisch und lassen keinen Spielraum zu. 

Mal sehen, wohin mein Weg zu gesundem und schmackhaften Essen mich mein Weg führt. Die vegetarischen Gerichte in meiner Küche haben mich ja schon immer begeistert.
Und mein erstes Highlight in der veganen Küche war Räuchertofu. Ich werde nie wieder zu Speck oder Dürrfleisch greifen müssen. Denn der schmeckt wirklich genial.

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1 Comment

Bine 2. Juni 2016 at 8:57

Susi, Dogo-Boots sind vegan und sooooooooooooooo schön. Ich liebe die inzwischen mehr als meine mich so viele Jahre begleitenden Docs *g*. Die sind ganz leicht, robust und sehr bequem, ich war total überrascht.

Grinsend Grüßt die auch nur die eigene Welt verbesserne

Bine

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