Ich bin ein SLOWBLOGGER – und ich stehe dazu.

Ich poste manchmal nur zweimal/Woche. Ich muss keine Besucherzahlen schaufeln oder mich mit Werbung hochziehen. Ich blogge über das, was mir gefällt und was mich interessiert. Ich habe festgestellt, dass weniger bei mir „mehr“ ist.

Was willst Du mir jetzt damit sagen, wirst Du Dich gerade fragen?

Fakt ist doch – viele meiner Lieblingsblogs posten oft sogar mehr als einmal pro Tag. Ich komme oft nicht mehr nach mit dem lesen, verliere langsam das Interesse, da mein Feedreader bei diesen Blogs ins trudeln gerät und habe das Gefühl, die Blogbetreiber wollen etwas kompensieren. Zumal minimum einmal die Woche ein Werbepost mit drin ist.

Natürlich wollen wir alle Interesse mit unseren Post wecken. Wir möchten Kommentare unserer Leser sehen, möchten Diskussionen anstoßen. Aber ist das mehr an Posts wirklich „einträglich“? Werden die Stammleser da nicht ungehalten, wenn sie so zugeworfen werden?

Ich habe im Netz einige Statements zum SLOWBLGGEN gefunden.
Anne von neontrauma hat das Slowbloggen genau beleuchtet und festgestellt, dass weniger oft mehr ist.

Janneke von blog your thing hat es in einen Satz gepackt: Beim Slow Blogging geht Qualität vor Quantität.

Bei der Google Suche nach den Wörtern Slow Blogging erhält man fast 3 Millionen Ergebnisse. Also ist es nicht nur ein Trend, wie es scheint. Die Blogbetreiber wollen wirklich weniger Artikel in ihre Blogs stellen und diese mit richtigem Inhalt versehen.

Nach welchen Kriterien bloggst Du? „Weniger ist mehr?“ oder „Je mehr Infos, desto besser.“

  1. ich blogge wie es mir zeitlich passt und Spaß macht, und wenn dann da mal 3 Posts an einem Tag on gehen, macht mir das nicht die Spur. Ich bin wie ich bin und so bleibe ich auch.
    Von dem neuen vermeintlichen Trend habe ich nichts gehört bisher, da ich ja eh nicht dazu gehöre, brauche ich mich auch nicht damit zu beschäftigen.

    Ich denke, jeder sollte „seins“ finden und wenn man sich wohlfühlt, egal ob mehr oder weniger-so what?
    Schönes Wochenende, Nina

    • Richtig liebe Nina.
      Bei mir ist halt momentan weniger mehr. Das wird sich auch wieder ändern. Ich stelle nur fest, dass ich bei ein, zwei meiner Blogs in meinem Reader in der letzten Zeit mit Werbung und für mich „uninteressanten“ Beiträgen überhäuft werde. Betrifft jetzt keinen der Schreiberlinge hier in den Kommentaren! Werbung mag bei halbprofessionellen Blogs ok sein – wobei die die Werbung oft sehr selektiert streuen. Dann stört mich das auch gar nicht.
      Aber irgendwie schießen die privaten Werbeanfragen in den Himmel und jeder greift zu, weil sich da eine schnelle Mark machen lässt.

  2. Ich glaube ich gehe eher auf weniger ist mehr. Klar hat man durch ein festes Projekt ja schon einen regelmäßigen Post, wobei ich diesen auch gerne mal nachträglich schreiben. Ich blogge wie ich gerade lustig bin. Mal erlebt man ganz viel und mal hat man einfach nichts zu sagen. Eigentlich finde ich sogar ein Bild mit kurzem Text ganz angenehm.
    Oftmals will man aber einfach eine Situation genau beschreiben. Generell finde ich es auch schöner hier und da einen Happen zu lesen, als mit neuen Beiträgen überfüllt zu sein im Feedreader. Dann nimmt man sich auch mehr Zeit zum Lesen und Kommentieren.

  3. Jetzt fühle ich mich ja fast schuldig, daß ich so oft blogge. Dabei blogge ich einfach nur aus Spaß an der Freude. Ich will für nix werben, niemandem was verkaufen, meine Meinung niemand aufzwängen, keine tiefsinnigen oder ach so wichtigen Diskussionen über die Welt auslösen, keine ix Klicks, ich will einfach nur aus Spaß an der Freude für mich selbst bloggen und mich mit ein paar wenigen lieben treuen Blogfreunden über meinen ganz normalen, für andere sicherlich oft langweiligen Alltag austauschen. Ich blogge keine Texte die mit Politik oder mit sonstwas „Wichtigem“ zu tun haben. Ich blogge einfach nur, weil es mein Hobby ist. Und ich selbst habe mir abgewöhnt, alle Blogeinträge von allen Leuten in meinem Reader auch wirklich immer alle zu lesen. Eben weil ich mich selbst zu nix zwingen will. Und manchmal fliegt auch ein Blog aus dem Reader wieder raus. Bloggen ist einfach nur ein Hobby für mich, das mir Freude machen soll. Und keinen Streß und keinen Zwang und … 🙁

    • Nein liebe Linda, nicht schuldig fühlen. Das ist für DICH der richtige Weg. Und Du siehst ja, das ich täglich bei Dir bin und auch antworte, wenn ich mag. Du hast einen der Blogs, auf die ich täglich schaue – weil es mich interessiert.

      Mach einfach weiter, wie Du magst. Ich freue mich auf Deine Schreibe 🙂

  4. Oh je – schon wieder diese Diskussionen 😉
    Ich blogge so, wie ich es will! Obwohl – wollen tu ich ab und an schon häufiger, aber es fehlt mir schlichtweg die Zeit dazu, bzw. die Zeit wird dann von mir mit anderen schönen Dingen ausgenutzt.
    Ich bin auch immer wieder erstaunt darüber, wie viel und wie oft andere bloggen können, wollen, aber darüber mach ich mir keinen Kopf.
    Hey Susi – nimm’s gelassen 😉
    Ganz liebe Grüße, Anette

    • Mir geht es wie Dir – der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
      Und wenn ich denn bloggen will – dann ist es „Gedankenmüll“, weil ich es nimmer so zusammenkriege, wie ich wollte. Also lass ich es.
      Natürlich nehme ich es gelassen. Aber ist schon interessant, wie andere darüber denken.

  5. Ist ja nett, wenn du für deine Art zu bloggen jetzt ein Etikett zum Draufpappen gefunden hast. Aber was soll der Rest? Es kann und darf doch jeder bloggen wie er mag und vor allem Zeit hat – oder? Ich habe relativ viel Zeit und blogge gerne, also gibt es bei mir ausführliche Beiträge und manchmal auch mehrere pro Tag. Ist das jetzt schlimm? Es kann ja auch jeder für sich selbst entscheiden, welche posts er/sie bei mir liest und wieviele davon. Dafür gibt es Kategorien und Tags, man kann sich raussuchen, was man lesen möchte. Wenn ich auf einem Blog lande, der ständig Werbung bringt, dann wird der in Zukunft aussortiert. Ich vermute mal, dass dein/das Problem woanders liegt: du fühlst dich verpflichtet, alles zu lesen, was in deinem Feedreader einläuft. Musst du doch nicht. Und wenn man dann noch Facebook, Twitter, Instagram und was weiß ich was alles bedienen will, dann braucht man wirklich nix anderes mehr zu machen. Mach doch wie du denkst und lass andere ebenfalls bloggen wie sie wollen, ohne deren Blogstil zu kritisieren. Ich schiele nicht nach Klicks, ich setze so gut wie keine Werbung (2x im Jahr wenn’s hoch kommt und mir wichtig ist, aber ich blogge halt gerne und viel.
    In diesem Sinne – Leben und Leben lassen . . .
    Liebe Grüße
    Elke

    • Natürlich darf und soll auch jeder bloggen wie er will. Und nein, es ist nicht schlimm. Allerdings verstehe ich nicht, warum Du Dich so persönlich angegriffen fühlst. Es war ein allgemeines Posting von mir und ich habe niemanden namentlich oder mit Blog genannt.
      Es ist auch keinesfalls eine Kritik gewesen, sondern persönliches Empfinden.

      Und nein, ich lese nur einmal pro Woche meinen ganzen Feedreader. Täglich surfe ich 4 Blogs ab – die, die mich wirklich interessieren und deren „Redakteure“ ich schon jahrelange kenne.
      Und FB, Twitter etc. gibt es bei mir schon monatelang nicht mehr. Einfach, weil es mir zuviel „Nullinformation“ war. Und die wird – wie Du es schreibst – aussortiert und fliegt dann irgendwann komplett raus. Ebenso Blogs, die permanent Werbung posten.

      Ich vermisse die Zeit, in der die Blogs noch mehr persönlich waren. Heute habe ich das Gefühl, dass es oft nur um Kommerz geht.

      In diesem Sinne – jedem Tierchen sein Plaisierchen…
      Wie man sieht, habe ich mit diesem Beitrag polarisiert. Das war eigentlich genau das, was ich wollte 🙂

      • Ich fühle mich nicht persönlich angegriffen, ich finde es nur überflüssig eine derartige Bewertung wie Slow Blogging überhaupt einzuführen und das nun grundsätzlich als die bessere Art zu bloggen hinzustellen. Auch ein Satz wie „die Blogbetreiber wollen wirklich weniger Artikel in ihre Blogs stellen und diese mit richtigem Inhalt versehen“ impliziert doch, dass Leute, die mehrere Artikel am Tag schreiben, das entweder tun, um mehr Klicks zu bekommen (das macht nur Sinn, wenn man mit seinem Blog Geld verdienen will) oder dass sie Sinn entleerte posts ohne „richtigen“ Inhalt von sich geben. Aber wie Anette so richtig schreibt: „Oh je – schon wieder diese Diskussionen!“ Satirisch überspitzt könnte man auch sagen: wenn mir nichts anderes einfällt, dann rufe ich einen neuen Trend aus. Weißt du, ich blogge inzwischen seit gut und gerne 15 Jahren und meine Blogs haben noch jeden Trend überlebt.
        Lieben Gruß
        Elke

        • Es ist ok, dass Du es überflüssig findest. Trotzdem scheint es Dich zu tangieren, denn sonst würdest Dich nicht damit befassen.
          Ob und was jeder schreibt, bleibt jedem selbst überlassen. Ob Du in das Slowbloggen hineinimplizierst, dass die, die mehr Artikel verfassen, nur – Zitat Deinerseits – „Sinn entleerte Post ohne richtigen Inhalt“ verfassen, sei auch dahin gestellt. Das habe ich so nie behauptet.

          Mir sei es erlaubt, meine Meinung zu vertreten – erst recht in meinem Blog. Über die Langlebigkeit von Blogs und Webseiten könnten wir uns auch noch unterhalten. Aber das ist weit weg vom Thema und damit ist es hiermit auch gut.

  6. Mehrmals täglich zu posten bringt tatsächlich mehr Klicks. Nur: was bringen die? Mir macht eine Handvoll Stammleser, wo sich auch mal jemand traut, einen Kommentar dazulassen, mehr Spaß, als ein Haufen Zugriffe von Leuten, die keinen Pieps von sich geben.
    Über tägliche Beiträge freue ich mich aus Lesersicht, wenn es auch wirklich was zu lesen gibt, was mich interessiert – also was selbst erlebtes, keine „Füller“, keine Produktbewertungen usw.
    Was sich bei mir auch als „Ausschlußkriterium“ beim Lesen entwickelt hat: die Länge der Texte. Sie sollten „Mittagspausentauglich“ sein. Ich schaffe ein Papierbuch pro Tag, aber am Bildschirm eine Buchstabenwüste, möglichst noch die Absätze vergessen – da müßte jemand schon extrem interessant schreiben, damit ich da weiter mitlese.

    • Es gibt aber nur mehr Klicks, wenn die Leser den ganzen Tag darafu warten, ob und wann ein neuer Beitrag erscheint! Wenn ich einmal pro Tag klicke, sehe ich 1 oder mehrere Beiträge …
      Und ich seh im Feedreader (auch nur 1 x pro Tag oder seltener) wer wann gebloggt hat. ….

      • Also, ich sehe bei meinen Statistiken einen deutlichen Anstieg, wenn ich mehrere Beiträge an einem Tag habe. Vermutlich sind das diejenigen, die per Mail benachrichtigt werden. Wenn bei mir Flaute ist, werden auch die Klicks weniger, dann erkennt man, wieviel treue Leser man wirklich hat, die täglich nachschauen 😉 .

        • Stimmt liebe Alex. Ich frage mich halt nur für mich selbst, wie man als Blogger soviele Themen abarbeiten kann, wie es bei manchen Blogs der Fall ist. Oder mein Tag hat zuwenig Stunden Das wird es sein 😉

  7. Ich blogge, wie mir gerade danach ist. Das Bloggen dient in erster Linie mir selbst, weil ich es gern mache; an manchen Tagen lieber als an anderen 😉
    Ich stress mich da nicht, es ist mein Hobby, nicht mein Job 🙂
    LG
    Sonja

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