FellflusenMadame Lillywuff

6 Jahre Lillywuff – ein Repost aus dem alten Blog

posted by TheStrangebeauty.net 10. Februar 2015 4 Comments

Diesen Beitrag habe ich vom alten Blog übernommen. Einfach, weil es mir da Herz brechen würde, wenn er verschwinden würde. Und weil er mich daran erinnert, wie aus einem Häufchen Elend ein glückliches Etwas werden kann – wenn der Mensch sich Zeit und Geduld dafür nimmt. Mittlerweile ist Lilly 6 Jahre bei uns – wir lieben sie abgöttisch und geben sie nie wieder her. Sie ist „Part of the family“ – und wir danken ihr, dass sie die Zeit mit uns verbringt.

Dieser Beitrag wurde am 10.02.2013. Damals war Lilly 4 Jahre bei uns.

 


Heute vor vier Jahren…

… da gab es ein armes Hundemädchen namens Lilly. Dessen Vorbesitzer hatte es einfach in einem Tierheim weit, weit weg von zu Hause abgegeben. Sie hatten keine Zeit mehr für das arme Ding, denn sie mussten sich um Hasen, Vögel, Katzen, Hamster und ein Kind kümmern.

Da saß die arme Lilly nun im Zwinger mit einem Bernersennmischling namems Krümel der ihr alles wegfraß, was nicht bei drei aus der Schüssel kam. Gerade mal 9 kg wog sie als plötzlich ein großer Mensch vor ihr stand und sagte: „Dich will ich genauer ansehen!“

Das Hundemädchen hatte Angst, denn derjenige war ein Mann und mit Männern hatte das Lillymädel nur schlimme Erfahrungen gemacht. Die schlugen, traten und warfen Zeug nach einem.

Der Mann hatte eine Frau dabei und die war gar nicht begeistert, als sie dieses Fellbündel sah. „Wie, den willst Du?“ hat sie gesagt und runzelte dabei die Stirn.

Der erste Eindruck war ziemlich erbärmlich…

 

LIllys1stPhoto

 

Zudem hatte sie keine Stimme, war total verängstigt und das Geschirr war viiiiel zu gross.

Die Frau ließ sich erweichen, nahm den Hund zum Spaziergang mit. Sie gab ihn ihrem Mann in die Hand und sagte:“Geht mal vor, ich schau Euch zu.“

Ein schlimmes Unterfangen für Lilly, so war sie doch nichts gutes von den Männern gewohnt. Dieser hier war anders. Er hatte was zu essen in der Tasche, er sprach mit ihr leise und langsam. Er blieb auch mal stehen um sie schnuppern zu lassen.

Die Frau beobachtete das von weit hinten und merkte, dass die Chemie stimmte.
Im Tierheim zurück war klar – das wird der neue Familienhund.
Lilly verbellte jeden, der ihren neuen Besitzern zu nahe kam und sogar die Leute im Tierheim wunderten sich über diesen spontanen Wandel.

Jeden Tag kamen die Leute nun angefahren – mit dem Taxi, denn die Busverbindung ins Tierheim in Saarbrücken ist grottig schlecht. Sie ließen ein Schild am Zwinger anbringen: „Wird nur vom zukünftigen Besitzer ausgeführt!“.

Dann wollten sie Lily mitnehmen… und das Tierheim stellte sich quer. Es sei doch nur eine Wohnung vorhanden und man habe doch schon 5 Katzen…

Da hat die zukünftige Hundemama eine Menge Rabatz gemacht, von Zeitung und Fernsehen gesprochen und dass nicht jeder eine Villa habe, um einen Hund glücklich zu machen.

Einen Tag später stand dann die Chefin des Tierheimes plötzlich in der Wohnung von dem Hundefrauchen, sah sich alles an und meinte:“Sie kriegen noch 5 Hunde von mir.“

Und so durfte Frau Lillywuff einziehen. Erst ein Einkauf bei Fressnapf, der der Hundemama die Tränen beim bezahlen in die Augen trieb, dann ein letzes Mal Taxi. Und dann… DAHEIM.

Endlich hatte der Hund ein zu Hause. Ein richtiges zu Hause. Und wurde natürlich direkt von den Katzen begrüsst mit Geschnüffel und sogar Küsschen.

6 Wochen später sah Lilly so aus.

 

Lillymarch2009

Wir konnten sie zwar noch nicht scheren lassen, aber sie hatte zugenommen, war zutraulicher und lief komplett ohne Leine einfach mit.

Im Laufe der Jahre hat sie sich zum Pausenclown und Liebling entwickelt, wie das gestrige Foto zeigt. Sie ist selbstbewusst geworden und lässt sich nicht alles gefallen.

 

Lillyluck1

 

Wir haben Glück mit unserem Hund und freuen uns jeden Tag darüber… auch wenn sie manchmal so aussieht…

 

Lillyluck2

 

Ja, auch das gehört dazu… aber wenn dann dieses Zuckerfresschen mit den langen Wimpern klimpert…

 

Lillyluck3

 

Natürlich ist Lilly voll integriert ins Familienleben. Couchhopping gehört zu den bevorzugten Tätigkeiten von Frau Wuffi.

lillyluck4

 

Kurzum – Lillywuff ist der beste Hund, den sich eine Familie wie unsere wünschen kann. Sie ist feinfühlig, verschmust (4000 Streichler/Tag reichen nicht aus), ist sensibel und doch ein süßer Terrierdickkopf.

 

lillyluck5

Wenn man das Gesicht sieht, ist es kein Wunder, dass wir uns verliebt haben, oder?

 

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4 Comments

Linda 10. Februar 2015 at 16:39

Das ist wirklich eine rührende und schöne Geschichte. Und welch ein Glück für Lilly, so ein gutes Zuhause bekommen zu haben! Ich verstehe auch nicht, warum man einen Hund haben muß, wenn man ihn dann doch wieder hergibt. Kinder kann man auch nicht einfach hergeben, und Tiere haben doch auch eine Seele und all das.
Liebe Grüße!
Linda

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Vera 10. Februar 2015 at 13:41

Ich werde nie verstehen, wie man ein Tier ins Tierheim abschieben kann – wobei das noch die humanere Art ist.
Wie schön ist es aber zu lesen, dass Lilly ein tolles Zuhause gefunden hat, bei Menschen und Tieren, die sie lieben, und die sie liebt. Und ich finde es klasse, dass Du Rabatz im Tierheim gemacht hast. Was nutzt einem Hund der schönste Palast, wenn die Liebe fehlt!?

Lieeb Grüße,
Vera

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Lavendelmaschen 10. Februar 2015 at 12:41

Auch jetzt wieder so wunderschön zu lesen! Ihr habt es gut miteinander!
Liebe Grüßle,
Moni

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Terragina 10. Februar 2015 at 10:06

Lilly ist wirklich eine kleine Herzensbrecherdame und ich freue mich, dass Du diesen Blogartikel in Dein neues Blogzuhause geholt hast. Wäre wirklich schade drum gewesen. Die Fotos sind toll und man kann Ihre Super-Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Ich freue mich für die Terrierdame und natürlich auch für Euch! So soll es sein, so darf es bleiben…

Viele liebe Grüße von Kerstin

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